Das Projekt unterstützt Schwarze Menschen sowie an Menschen mit Migrationsgeschichte in Berlin insbesondere im Bezirk Pankow, die von Einsamkeit, Ausgrenzung oder Diskriminierung betroffen sind . Im Mittelpunkt stehen dabei Jugendliche, geflüchtete Menschen, alleinerziehende Elternteile sowie Senior*innen. Das Projekt ist jedoch auch offen für Menschen aus der Mehrheitsgesellschaft, die ähnliche Erfahrungen teilen oder den interkulturellen Dialog aktiv mitgestalten möchten

Wie kann man Einsamkeit überwinden und wie können wir die Menschen unterstützen-

Laut einer Studie sind neun Millionen Menschen häufig oder sehr häufig einsam

Einsamkeit betrifft Millionen Menschen in Deutschland – über alle Altersgruppen und Lebenslagen hinweg. Laut dem Einsamkeitsbarometer 2024 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fühlen sich rund neun Millionen Menschen häufig oder sehr häufig einsam. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, Alleinerziehende sowie Menschen mit Migrationsgeschichte. Letztere sehen sich häufig zusätzlichen Herausforderungen gegenüber: Sprachbarrieren, Rassismus, Armut oder fehlende soziale Anbindung erschweren Teilhabe und Zugehörigkeit.

Auch der Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse zeigt: 60 % der Bevölkerung kennen das Gefühl von Einsamkeit – mit teils gravierenden Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit. Einsamkeit wirkt sich jedoch nicht nur individuell aus, sondern betrifft die gesamte Gesellschaft: Sie führt zu sozialem Rückzug, Vertrauensverlust und Isolation. Bildungschancen werden beeinträchtigt, soziale Kompetenzen verkümmern, psychische Belastungen nehmen zu. Besonders junge Menschen laufen Gefahr, sich langfristig von Bildungswegen und sozialen Netzwerken zu entfernen.

Menschen mit Migrationsgeschichte sind überproportional betroffen. Viele berichten von Alltagsrassismus, fehlender Zugehörigkeit oder dem Gefühl, „nicht gesehen“ zu werden. Die BILD-Zeitung bezeichnet dies als eine „stille Epidemie“, bei der viele aus Scham oder Ohnmacht schweigen. Gleichzeitig zeigen Studien: Vorurteile entstehen oft aus Unsicherheit oder Angst vor dem Unbekannten – und führen zu gesellschaftlicher Abgrenzung.

Unser Projekt setzt genau an dieser Schnittstelle von Einsamkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung an. Durch Bildung, Begegnung und gesundheitliche Stärkung schaffen wir Räume der Zugehörigkeit, fördern den Dialog und stärken Resilienz.

 

Unsere Angebote

Unsere Veranstaltungen finden zu Themen wie Zugehörigkeit, Identität, mentale Gesundheit, Social Media und Alltagsrassismus. Kreative Methoden (Video, Musik, Fotografie) ermöglichen persönliche Ausdrucksformen statt, sind leicht zugänglich und mehrsprachig gestaltet, sodass auch neu zugewanderte Menschen mit geringen Deutschkenntnissen Zugang finden. So helfen wir diesem Personenkreis bei der Vermittlung und dem  Zugang zu Vereinen, Bildungsangeboten, Ehrenamt oder soziale Netzwerken.

Durch direkte Ansprache in migrantischen Communitys, sozialen Einrichtungen, Schulen sowie über Social Media erreichen wir gezielt Menschen mit Migrationsgeschichte – insbesondere jene, die über klassische Zugänge nur schwer erreicht werden können.

Themen wie Zugehörigkeit, Identität, mentale Gesundheit, Social Media und Alltagsrassismus. Kreative Methoden (Video, Musik, Fotografie) ermöglichen persönliche Ausdrucksformen

  • Empowerment-Workshops & kreative Austauschgruppen für Jugendliche und junge Erwachsene
  • Bewegungs- und Entspannungsangebote (Tanz, Yoga, Spaziergänge, u. a.) für Eltern und Alleinerziehende
  • Mehrsprachige Begegnungstreffen für neu Angekommene und geflüchtete Menschen
  • Erzählcafés & generationsübergreifende Formate für Senior*innen mit Migrationsbiografie
  • Austauschabende & Dialogformate mit der Mehrheitsgesellschaft zur Förderung von Empathie & Perspektivwechsel
  • Psychosoziale Einzel- und Kleingruppenberatung durch Fachkräfte
  • Festival der Kulturen (jährlich): Sichtbarkeit, Teilhabe & kulturelle Vielfalt im öffentlichen Raum